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Semhof Bio Emmer

Bio Emmer (Urgetreide) ist eine der ältesten Getreidesorten mit sehr hoher Verträglichkeit und guten Backeigenschaften - bekömmlich und lecker zugleich
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Semhof Bio Emmer - das Urgetreide

 

Als eine der ältesten Getreidesorten überhaupt. Die Geschichte des Emmer als Urgetreide, auch Zweikorn genannt, geht bis weit 3.000 Jahre v. Chr. zurück. Erst später haben sich daraus viele heute geläufige Getreidesorten wie Dinkel, Kamut und der sehr verbreitete Weizen entwickelt. Über viele Jahrtausende war Emmer in Europa eine der wichtigsten Getreidearten überhaupt und wurde letztendlich durch ertragstärkere Arten wie Weizen oder Dinkel abgelöst. 

Emmer ist ein hervorragendes und verträgliches Brotgetreide, welches nicht nur durch seine Bekömmlichkeit, sondern auch durch seinen Geschmack besticht. Der Emmer ist von Haus aus sehr geschmackvoll und aromatisch. Aufgrund seiner bereits erwähnten Ertragsschwäche ist Emmer in der heutigen Zeit eine wirtschaftlich eher schwierige Kultur mit hohem Risiko und er wird deshalb eher als "Liebhaberei-Kultur" angesehen. Zudem hat er einen hohen Nährstoffgehalt, ist sowohl eiweiß- als auch mineralstoffreich.

 

Das Geheimnis des wirklichen Begreifens liegt darin, dass man etwas Alltägliches neu sieht

(Hugo Kükelhaus)

Angefixt zum natürlichen Backen wurde ich durch das einfache Mahlen und Brotbacken im Schloss Freudenberg bei einem privaten Ausflug mit meiner Tochter. Hugo Kükelhaus, ein tiefgründiger Lehrer, Handwerker und Philosoph (*1900; +1984) ist dort allgegenwärtig und hat bei uns bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Mahlen und Brotbacken ist für Hugo Kükelhaus nicht nur pädagogisch wertvoll, sondern er umschreibt es auch als eine essentielle und elementare Form der Selbsttherapie; ja, er umschreibt das Backen eines Fladens als täglichen essentiellen Prozess zur Selbstheilung. Der Bezug zu unserem "Sosein" und "Menschsein" werden bei den nachfolgend umschriebenen Vorgängen deutlich gemacht. Es ist so einfach, natürlich und kraftvoll Essen auf diese Weise zuzubereiten. Auf der Suche nach dem passenden Getreide für diese Art des "Backens" sind wir auf die Urgetreide wie Emmer erst richtig aufmerksam geworden. Natürlich kann der Emmer auch anderweitig als herkömmliches Brotgetreide mit wenig Gluten zum Einsatz kommen. 

Ich selbst mahle den Emmer mit meiner Elsässer Handmühle (Steinmahlwerk) oder wenn es schnell gehen soll mit einem starken Mixer. Anfangs empfiehlt sich zur leichteren Verarbeitung das Mischen mit Dinkel oder Roggen. Aus dem frischen Mahlgut arbeite ich dann einen einfachen Teig heraus mit Wasser, Salz und einem bis maximal drei Gewürzen, je nach Tagesgeschmack (ich probiere vorher). Bei mir sind dies Anis, Kümmel oder Koriander. Andere (Brot)-Gewürze kommen natürlich ganz nach persönlichen Geschmack ebenso in Frage. Die Gewürze werden lediglich zerstoßen. Aus diesen Zutaten knete ich einen einfachen Brotteig und forme daraus einen Fladen. Diesen kann man über Nacht in einer feuerfesten Form gehen lassen oder direkt heraus backen. Alternativ kann man den Fladen in einer Pfanne zubereiten. Ein schnelles und einfaches Brot, sehr bekömmlich, lecker und ohne Schnickschnack. Durch das Gehen und Säuern wird wie beim normalen Sauerteig auch Phytinsäure abgebaut. Das entspricht dem Ideal. Manchmal mische ich auch mit anderen Getreiden wie Dinkel, Roggen und/oder Einkorn. Meine Tochter liebt die knusprigen und saftigen Brotfladen. 

 

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